Leonardos Notizbücher

Digitalisierte Notizbücher und Manuskripte

Leonardo da Vinci hinterließ der Nachwelt nicht nur ein weltbekannte künstlerische Werke wie die Mona Lisa, das Abendmahl oder den Vitruvianischen Menschen, sondern auch unzählige Manuskripte. Seine spontanen Gedanken und wissenschaftlichen Forschungen hielt er stets auf Papier fest. Am Ende seines Lebens hinterließ er die beeindruckende Anzahl von rund 24.000 Notizbuchseiten – so viel wie kein anderer Künstler vor ihm.

Leider sind von Leonardos Handschriften heute nur noch rund 6.000 Seiten erhalten, die sich auf zehn verschiedene Bände verteilen. Einige Notizbücher befinden sich noch in ihrem originalen Zustand, andere wurden erst nach Leonardos Tod aus ursprünglich losen Blättern in feste Einbände zusammengefasst. Diese Sammelbände werden auch als »Codices« bezeichnet und tragen meist den Namenszusatz eines ehemaligen Besitzers (zum Beispiel Codex Arundel) oder ihres heutigen Aufbewahrungsorts (zum Beispiel Codices Madrid). Eine einzige dieser Notizbuchseiten ist heute mehrere Millionen Euro wert.

Bislang konnten Leonardos Notizbücher fast nur von Wissenschaftlern eingesehen werden. Bestimmte Notizbücher und Manuskripte wurden inzwischen aber vollständig digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir haben sie hier zusammengetragen:

Codex Atlanticus

Den Namen Codex Atlanticus erhielt die Handschrift wegen ihres großen Atlasformats. Das Werk besteht heute aus 1119 Blättern und enthält gesammelte Arbeiten aus einer Zeitspanne von 40 Jahren (1478 bis 1518), die fast das gesamte künstlerische Leben Leonardos umfasst.
(Quelle: The Visual Agency & Biblioteca Ambrosiana)

Codex Arundel

Die Handschrift enthält 283 Blätter. Der Codex Arundel ist eine Sammlung von Leonardos Manuskripten aus einer Zeitspanne von fast 40 Jahren, von 1480 bis 1518, die fast sein gesamtes künstlerisches Leben umfasst.
(Quelle: The British Library)

Codex Forster I

Der Codex Forster I besteht aus zwei Manuskripten mit insgesamt 101 Blättern. Der Inhalt des ersten Manuskripts ist auf die Jahre 1487 bis 1490 datiert. Es enthält Studien zur euklidischen Geometrie und Stereometrie, die Leonardo da Vinci wohl unter der Anleitung des Mathematikers Luca Pacioli anfertigte.
(Quelle: Victoria and Albert Museum London)

Codex Forster II

Der Codex Forster II enthält zwei Manuskripte mit insgesamt 159 Blättern. Das erste Manuskript, datiert um 1497, zeigt Abhandlungen zur Mechanik, Studien von Zierknoten und Geflechten und Skizzen zur Architektur. Das zweite, datiert um 1497, enthält Aufzeichnungen zu Leonardos Untersuchungen zu Themen der Physik und Mechanik, wie Kraft, Masse und Bewegung.
(Quelle: Victoria and Albert Museum London)

Codex Forster III

Der Codex Forster III besteht aus 94 Blättern. Es hat den Charakter eines Notizbuchs für spontane, alltägliche Notizen und Skizzen. as Werk zeigt die bemerkenswerte Vielfalt von Leonardos Interessen und enthält unter anderem Entwürfe von Fabeln und Parabeln, Studien für das Reiterdenkmal des Francesco Sforza sowie Landkarten und Stadtpläne.
(Quelle: Victoria and Albert Museum London)

 


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