Zitate von Leonardo da Vinci

Kuratierte Zitate und Aussprüche

 

Er studierte die menschliche Anatomie, konstruierte funktionsfähige Flugmaschinen und schuf weltbekannte Gemälde wie die „Mona Lisa“ und „Das Abendmahl“ – Leonardos Schöpfungskraft, seine Werke, Erfindungen und Gedanken faszinieren uns bis heute. Hier haben wir eine Sammlung der schönsten Zitate von Leonardo da Vinci für Sie zusammengetragen.

 

Leitsätze

Ich möchte Wunder erschaffen.
Wer seinem Stern folgt, der kehre nicht um.
Wenn du dein Leben vergeudest, hinterlässt du nicht mehr Spuren auf Erden als der Rauch in der Luft oder die Gischt auf dem Wasser. (entlehnt aus Dantes Inferno)
Armselig der Schüler, der seinen Meister nicht übertrifft.
Auf dem Kopfkissen oder unter der Decke ausgestreckt erntest du nicht den Ruhm.
Du kannst keine größere oder geringere Herrschaft haben als über dich selbst.
Hindernisse brechen mich nicht. Jedes Hindernis lässt sich mit Beharrlichkeit beseitigen.

 

Lebensweisheiten

Gute Menschen haben natürlicherweise den Wunsch nach Wissen.
Die Liebe erwächst aus der Erkenntnis, und wird umso inniger, je sicherer diese Erkenntnis ist.
Wie ein gut verbrachter Tag einen glücklichen Schlaf beschert, so beschert ein gut verbrachtes Leben einen glücklichen Tod.
Wer wenig denkt, irrt viel.
Was man in seiner Jugend erwirbt, dient im Kampf gegen das Elend des hohen Alters. Und wenn du willst, dass dein Alter sich aus Weisheit nähre, so sorge dafür, solang du jung bist, dass es in deinem Alter nicht an Nahrung mangelt.
Öffnet die Augen! Es genügt, gut zu sehen, um zu verstehen.
Wenn du allein bist, wirst du ganz dir selbst gehören. Hast du nur einen Gefährten um dich, so wirst du dir nur halb gehören.
Das gut verbrachte Leben ist lang.
Die Liebe überwindet alles.
Wer das Unrecht nicht bestraft, der befiehlt, dass man es tun soll.
Die Weisheit ist die Tochter der Erfahrung.
Wer auch immer bei einer Diskussion sich auf die Autoren beruft, benutzt nicht etwa seine Intelligenz, sondern sein Gedächtnis.
Wenn Fortuna kommt, dann greife sie mit sicherer Hand! Von vorne, meine ich; denn hinten ist sie kahl.

 

Über die Wissenschaft und das Erfinden

Es ist mir schon seit Längerem aufgefallen, dass fähige Menschen sich selten zurücklehnten und darauf warteten, dass Dinge ihnen zustießen. Sie gingen hinaus und stießen den Dingen zu.
Da ich einsehe, dass ich einen Stoff von großem Nutzen und Reiz nicht mehr wählen kann, weil die vor mir geborenen Menschen schon alle nützlichen und notwendigen Themen vorweggenommen haben, so will ich es machen wie einer, der wegen seiner Armut zuletzt auf den Jahrmarkt kommt und dort, zumal er sich nicht anders versorgen kann, all jene Sachen nimmt, welche die anderen schon angesehen und nicht genommen, sondern wegen ihres geringen Wertes zurückgelassen haben.
Erfahrene Männer werden sich ansehen, was ich tue und es als nutzlos bezeichnen. Doch die Worte, die Ihren Mündern entweichen, sind so weise wie der Wind der Fürze aus ihren Hintern.
All ihr Erfinder – prahlt nicht mit eurem Wissen von der Welt, feiert nur jene Dinge, welche ihr selbst ersinnt.
Meide das Studium, das einem Werk zur Geburt verhilft, das zur selben Zeit wie sein Erschaffer sterben muss.
Imitiert niemals den Stil eines anderen, denn dadurch werdet ihr zum Enkel und nicht zum Sohn der Natur. Ich sage dies nicht jenen, die durch Ihre Kunst reich werden wollen, sondern jenen, die sich dadurch Ruhm und Ehre erwerben wollen.
Wirres regt den Geist zu großen Erfindungen an.
Sinnbild des Fortschritts: Eines vertreibt das andere.

 

Über die Natur und den Menschen

Auch wenn der menschliche Geist die verschiedensten Erfindungen hervorbringt, so wird er doch nie eine Erfindung ersinnen, die schöner, einfacher oder kürzer wäre als die Natur, weil bei ihren Erfindungen nichts fehlt und nichts überflüssig ist.
Beobachte das Schwimmen der Fische im Wasser, und du wirst den Flug des Vogels durch die Luft begreifen.
In der Natur ist kein Irrtum, sondern wisse, der Irrtum ist in dir.
Wenn du die wunderbaren Werke der Natur gesehen hast, und du es eine abscheuliche Tat findest, sie zu zerstören, dann überlege dir, wie unendlich abscheulich es ist, einem Menschen sein Leben zu nehmen.
Um das Hauptgeschenk der Natur, nämlich die Freiheit, zu bewahren, erfinde ich Angriffs- und Verteidigungsmittel für den Fall, dass wir von ehrgeizigen Tyrannen bedrängt werden.
Der Mond ist nicht in sich selbst leuchtend. Er scheint nicht ohne die Sonne.
Die Bewegung ist die Ursache allen Lebens.

 

Notizbücher und Studien

Und zeichne all das mit flüchtigen Strichen in deinem Büchlein auf, das du immer bei dir tragen musst. Es gibt doch so unendlich viele Formen und Vorgänge, dass das Gedächtnis sie nicht alle zu behalten vermag.
Und mache es nicht wie diejenigen, die, wenn sie etwas mit ihren eigenen Worten nicht so recht ausdrücken können, zu einer weitschweifigen, umständlichen Umschreibung greifen.
Ganz wie ein Königreich in sein Verderben läuft, wenn es sich teilt, so verwirrt und schwächt sich der Geist, der sich mit zu vielen verschiedenen Themen beschäftigt.
Deshalb musst du dein Werk prüfen. Wo du Fehler findest, da verbessere sie und merke sie dir gut, damit du sie nicht noch einmal machst.

 

Über die Tiere

Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist nützlich und tüchtig. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge.
Schon die kleinste Katze ist ein Meisterwerk der Natur.
Die Natur hat den Tieren so viel Einsicht gegeben, dass sie nicht nur ihren eigenen Vorteil kennen, sondern auch den Nachteil des Feindes.

 

 


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